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Stray

einsame Vierbeiner

Sotiris – ein Flehen um Hilfe

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*ca. 2008/2009 – bei Thessaloniki

18.04.2016 Sotiris' Familie schreibt :

Hallo liebe Frau Konietzko,
schön zu sehen, dass Sie auch weiterhin Ihre vermittelten Schützlinge nicht aus den Augen verlieren.
Unserem Sotiris geht es auch nach 2 Jahren, die er nun schon bei uns ist, immer noch sehr gut. Leider kann er ja nicht selbst ein Urteil abgeben und so müssen wir sein Verhalten einfach "interpretieren".
Er und unsere Hündin harmonieren seit dem ersten Tag als er zu uns kam perfekt, obwohl sie vom Charakter nicht unterschiedlicher sein könnten. Sie hat trotz ihres doch fortgeschrittenen Alters von 15 Jahren noch immer einen wahnsinnigen Bewegungsdrang. Er dagegen ist eine Paradebeispiel für Gemütlichkeit, Gelassenheit, grenzenlosem Chill-Vermögen und ruht einfach nur in sich selbst.
Wir sind vor einem halben Jahr in den Westerwald gezogen, haben unser eigenes großes Grundstück und die Natur direkt vor der Haustür. Doch wenn es nach seiner Majestät ginge, würden ihm 2 m² Couch für 23 Stunden pro Tag vollkommen reichen. Da bedarf es schon der hohen Kunst an Motivation und Überredung, um ihn von seinem Thron vor die Tür zu bewegen. Aber genauso hartnäckig wie er ist, sind wir eben auch, da hat er keine Chance.
Seine Gangart ändert sich jedoch schlagartig, sobald er eine Fährte aufnimmt. Hat er den frischen Geruch von Kaninchen, Rehen oder sonstigem Getier in der Nase, gibt es kein Halten mehr. Da kann der alte Herr plötzlich wie ein junges Wiesel beschleunigen, dass Frauchen nur so staunt. Daher können und wollen wir ihn auch auf unseren Spaziergängen nicht von der (langen) Leine lassen. Diese hat er auch bereits einmal in nullkommanix durchgebissen und trollte unbemerkt von dannen. Seitdem trägt er nun für den Fall der Fälle immer einen GPS-Tracker an seinem Geschirr. Sicher ist sicher und wir haben ihm im Blick! Das erleichtert auch die Suche auf dem eigenen Grundstück, wenn er wieder einmal unter irgendwelchen Büschen eingenickt ist und unser Rufen hartnäckig ignoriert.
Ja, so ist das Leben mit ihm. Wir haben viel Freude mit unserer Schmusebacke und sind froh, dass wir damals die Entscheidung für ihn getroffen haben. Wir würden es wieder so tun, er ist ein wirklich liebenswertes Geschöpf und wertvolles Familienmitglied.
Die Krankheiten, die er leider mitgebracht hat (Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose), haben wir ganz gut im Griff. Wir machen alle halbe Jahre die Tests, wobei die Leishmaniose mitunter auch Schübe auslöst und behandelt werden muss. Aber alles im Rahmen, nichts Dramatisches. Er bekommt weiter sein Alupurinol, wobei wir auch die Nierenwerte beobachten, und er ist -wie gesagt- in guter ärztlicher Betreuung. Sein Sticker-Tumor ist ja glücklicherweise kurz nach seiner Einreise mit der entsprechenden Chemo erfolgreich behandelt worden.
Somit hoffen wir einfach, dass wir die gemeinsame Zeit mit ihm noch sehr lange genießen können.

Viele liebe Grüße senden Ihnen und Ihren Team,

Sotiris und Familie E.

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23.02.2014: Endlich da und endlich in Geborgenheit - gestern kam Sotiris am Münchner Flughafen an. Betty und Lora begleiteten ihn, auch sie haben seit gestern eigene Familien.

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Rückblick auf griechsiche Zeiten - 14.12.2013: Er ist so müde, so unendlich müde. Sein Körper erschöpft und noch mehr seine Hoffnung. Also Sotiris seinen rettenden Engel sieht, weiß er, dass er Foteini nicht gehen lassen kann. Er steigt in ihr Auto und bleibt… Sotiris hat seine letzte Chance auf Leben ergriffen.

Ansprechpartnerin: Regina Hofmann

Foteini kennt Sotiris seit ungefähr zwei Jahren. Seitdem tauchte er wie all die anderen Hunde, die Foteini versorgt, auf der Müllkippe auf. Ein Jagdhund, vermutlich entsorgt, weil er nicht oder nicht mehr für die Jagd taugte. Ein stattlicher, aber immer freundlicher Hund erinnert sich Foteini. Einer, der keinen Ärger suchte, sich souverän im Rudel bewegte und es schaffte, Monat für Monat und Jahr für Jahr zu überleben. Aber irgendwann war auch Sotiris Kraft erschöpft. Sein Körper und noch mehr seine Hoffnung.

 

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Als Foteini in diesen Tagen auf die Müllkippe fährt und Sotiris plötzlich immer wieder in ihr Auto steigt, weiß sie, dass er am Ende seiner Kräfte ist. Von dem stattlichen Hund ist nur noch ein schwacher Schatten geblieben. Wunderschön, aber gezeichnet von einem gnadenlosen Überlebenskampf. Sotiris bleibt einfach liegen. Das erste Mal, vielleicht in seinem ganzen Leben, fühlt er eine  weiche Decke unter sich - und er fühlt sich sicher. Als Foteinis Mann Sotiris streichelt saugt er jede Berührung auf. Er will nicht mehr und er kann nicht mehr zurück auf die Straße. 

 

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Und erst jetzt weiß Foteini warum: Als sie Sotiris versorgt und einen ersten Bluttest macht, stellt sich heraus, dass Sotiris nicht nur Ehrlichiose und Babeiose positiv ist, sondern auch einen positiven Leishmaniose-Titer zeigt. Drei Jahre und mehr auf der Straße im gnadenlosen Sommern und kalten Wintern, Insekten und Hunger schutzlos ausgesetzt. Sotiris Körper hat all das Elend „gefressen“, genauso wie das spärliche Futter, den Müll, den die Menschen zurückgelassen haben. So wie sie ihn zurückgelassen haben…

 

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Aber Foteini hat auch gute Nachrichten. Sotiris isst gut und sie hat bereits mit der Therapie für Ehrlichiose und Leishmaniose begonnen. Die ersten Tage schläft er im Auto. Nun hat Foteini ihn in ihrem notdürftigen und abgelegenen Gehege untergebracht, wo kaum noch Platz für einen weiteren Notfall ist, wo seine Behandlung schwierig wird. Ein paar Mal ist sie mit Sotiris an der Leine spazieren gegangen und Sotiris verhält sich vorbildlich. Er will alles richtig machen. Nie mehr will er zurück, nie mehr das bisschen Leben aufgeben, was er Foteini zu verdanken hat: Eine warme Decke, eine streichelnde Hand, liebevolle Worte und das Gefühl, etwas wert zu sein.

 

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