Hündinnen
Scarlet - eine scheue Hündin möchte so gerne anfangen, ihr Leben zu genießen

*ca. Mitte 2010 – kastr. - Athen
13.05.2012: Scarlet ist noch immer scheu und schüchtern. Wie auch soll sie uneingeschränktes Vertrauen zu den Menschen fassen können, wenn sie nicht spüren darf, dass immer jemand für sie da ist, dem sie etwas bedeutet und der sich um ihr Wohlergehen sorgt?
Doch die aktuellen Fotos zeigen, dass sich Scarlet in den letzten drei Monaten entwickelt hat - trotz der Situation im Tierpensionszwinger und des fehlenden Bezugs zu Menschen.
Das Sorgenvolle und Ängstliche ist aus ihrem Gesicht verschwunden. Scarlets Körperhaltung hat sich geändert – sie wirkt nicht mehr bedrückt.
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Auf den neuen Fotos strahlt uns eine Hundedame an, die eine völlig andere Ausstrahlung hat als die Scarlet, die wir im Februar kennen lernen durften.
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Es wird noch ein langer Weg für Scarlet werden. Wir wissen, dass unsere griechischen Kollegen sie gerne in eine Pflegestelle geben möchten, die Erfahrung mit ängstlichen und scheuen Hunden hat. Doch die Not ist groß in Griechenland und ein Notfellchen nach dem anderen trudelt ein …
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12.02.2012: Scarlet - sie erlebte in ihrem bisherigen Leben nur, dass Menschen schlecht sind

Scarlet überlebte bis vor kurzem auf den Straßen von Liosia, einem Athener Vorort …Eigentlich waren die griechischen Tierschützer nach Liosia gerufen worden, weil sich eine hochträchtige Hündin mitten auf der Straße befand.
Als die Tierschützer eintrafen, entdeckten sie nicht nur die trächtige Hündin, sondern auch Scarlet sowie einen Pointer-Rüden – beide standen neben der trächtigen Hündin.
Alle drei Hunde waren abgemagert, es war ihnen anzusehen, dass sie seit Tagen nichts mehr zu fressen gefunden hatten. Mary, die trächtige Hündin, leckte am Verpackungspapier einer Schokolade … wie tief muss die Verzweiflung bei diesen Hunden gewesen sein, welche Schmerzen mussten sie vor Hunger ertragen ...
Es dauerte einige Tage, bis Scarlet von den Tierschützern in Sicherheit gebracht werden konnten. Dora, die griechische Tierschützerin, schreibt: Es war der bisher kälteste und regnerischste Februartag. Scarlet war hungrig, schwach und fror erbärmlich. Das Hundemädchen hatte die pure Angst in den Augen stehen und sie näherte sich uns immer nur ganz kurz, um einen Bissen Futter zu holen - dann lief sie schnell wieder weg, weil sie Angst hatte, dass wir ihr etwas antun könnten.

Es wundert uns nicht, dass Scarlet so scheu ist … wahrscheinlich hat sie in ihrem ganzen Leben bisher nur schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, wurde misshandelt, beschimpft und verjagt.

Liosia ist eine grauenhafte Gegend, die Menschen setzen dort ihre Hunde aus, wohl wissend, dass diesen ein langsamer, qualvoller Tod bevor steht. Denn in Liosia ist das Überleben als Straßenhund unmöglich.
Wir konnten Scarlet nicht dort lassen; wir konnten sie nicht auf der Straße lassen in dem Wissen, dass sie dort dem Tod ausgeliefert war. Wir konnten uns nicht von ihr abwenden und einfach weiter gehen.

Scarlet ist eine junge Hündin, sie wurde ca. Mitte 2010 geboren. Sie ist nun in Sicherheit, kastriert, ihre Bluttests fielen gut aus. Sie ist gechippt, geimpft, entwurmt … ihr Leben ist dabei, sich komplett zu ändern. Noch immer ist sie sehr ängstlich.

Das Wichtigste für sie ist eine Familie, die geduldig und einfühlsam auf sie eingeht und ihr Zeit lässt. Scarlet braucht Menschen, die ihr helfen, sich an Menschen zu gewöhnen und ihnen wieder zu vertrauen.

Wenn Sie glauben, dass Sie Scarlet diese Chance geben können und wenn Sie glauben, dass Sie einer armen Seele Liebe, Geborgenheit und Zuwendung schenken können, dann haben Sie es verdient, Scarlets Familie zu werden. Sie werden in Scarlet ein treues und loyales Familienmitglied finden.
Mehr zu der Situation in Liosia finden Sie HIER
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