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Stray

einsame Vierbeiner

Lou - liebenswertes Energiebündel ... er möchte nicht für immer im Gehege leben müssen

Lou 2017 09 2

*Anfang 2015 - Rafina

03.09.2019 Zu sehen, was für ein wundervolles Hundeleben Louis jetzt führt, ist die reinste Freude ...

Hallo, meine lieben Freunde,

wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hat sich in meinem Leben etwas ganz Entscheidendes getan. Nein, nicht das neue Apfelbäumchen, das die Menschen gepflanzt haben - viel besser: ich habe einen weiteren Hundefreund bekommen!

Ist das nicht wunderbar?! Ihr kennt ihn, es ist der Franz.

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Früher war er ein armes Gespenst, aber seit er bei uns ist, ist er einfach nur jedermanns Liebling. Ich hab ihn auch sehr gern.

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Wir machen jede Menge Quatsch, und es ist immer was los. Er ist ein prima Kumpel.

 

Mit Franz kann ich ganz toll auf dem Teppich rumkugeln …

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Und mit Mira hat man draußen beim Rennen am meisten Spaß.

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Wir rennen auch mal zu dritt, die Regeln, wer wann wen jagt oder gejagt wird, sind sehr variabel. Wenn wir gut drauf sind, rennen wir einfach los und preschen durch den Garten, dass das Gras nur so fliegt, und die Menschen beobachten uns von der Terrasse aus und halten sich die Bäuche vor Lachen. Sie sagen, dass wir echte Komiker sind und niemand so gut Kaspereien machen kann wie wir. Tja, das ist wohl so.

 

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Küsschen für Mira ...

Ich kann euch stolz berichten, dass ich große Fortschritte gemacht habe. Ich habe schon ewig kein Essen mehr gestohlen, keinen Kochtopf geplündert oder Teller leergeräumt. Ich war nie mehr mit den Pfoten auf der Küchenarbeitsplatte oder dem Tisch. Toll nicht wahr?

Und beim Autofahren wird es mir auch nicht mehr schlecht. Ich bin der perfekte Beifahrer. Ich liege ganz entspannt auf dem Polster und schlafe – bis es Franz schlecht wird … Den Job hat er nun übernommen. Aber wir wissen ja, das wird alles. Irgendwann.

 

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Wenn Herrchen frisch den Rasen gemäht hat, arbeiten wir gründlich nach und fressen Grasfladen. Wir sind wie die Rinder und suchen alles nach zusammengebackenen Grasresten ab.

Genauso wie Mira und ich zu Anfang, ist auch Franz schon in den Teich gefallen. Das ist so etwas wie die „Taufe“ bei uns. Jeder Hund weiß spätestens danach, dass er da drin nass wird und man besser Abstand hält. Aber wir sind alle wild und lassen uns nix sagen. Manchmal haben wir Wildenten oder Teichhühner zu Gast, da müssen wir natürlich gucken – obwohl die Menschen das vollkommen anders sehen.

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Ich bin sehr lieb, Frauchen meint, ich sei ein eher „schüchterner Hund“. Ich bin kuschelig und lasse mich gerne kämmen (Flohkontrolle). Doch leider habe ich noch ein paar Marotten, z. B. meine starke Abneigung gegen Fliegenklatschen oder Zollstöcke. Frauchen trainiert mit mir, damit ich meine Angst verliere. Ich bekomme dann Apfel- oder Käsestückchen, wenn ich sie direkt von der bösen Fliegenklatsche herunternehme. Dann werde ich ordentlich gelobt. Aber ganz weg ist sie noch nicht, diese Angst. Das dauert noch, wir wollen es auch nicht übertreiben mit dem Training. Im Vergleich zum Anfang hat sich schon sehr viel getan, ich brauche eben meine Zeit.

Und überhaupt, bei uns hat doch jeder seine Marotten. Zu Paula will ich gar nix sagen. Unsere Mira leckt nach dem Essen immer den gesamten Küchenboden ab, so dass man als Mensch an den Fliesen anpappt, wenn man ohne Schuhe rumläuft. Frauchen kriegt dann jedes Mal einen kleinen Anfall, und sie sagt, dass die Mira unmöglich ist. Seht ihr, es geht alles noch schlimmer als ein kleiner Angsthase zu sein.

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Wovor ich hingegen gar keine Angst habe, das ist der schwarze Labrador, der die Dreistigkeit besitzt mit hoch erhobener Rute, stolz auf dem Anhänger des Traktors stehend, jeden Morgen die Parade abzunehmen. Frauchen winkt der Traktorfahrerin, denn die Menschen kennen einander. Aber wir flippen total aus, wenn diese Menschen mit ihrem Hund zum Acker fahren. Wie kann er nur hier in Heldenpose vorbei defilieren, während wir hinter dem Hoftor stehen? Wir bellen schon, wenn wir den Traktor in der Ferne hören – so eine Unverschämtheit!

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Dann will ich euch noch von dem feuerspeienden Ungeheuer erzählen, das neulich über unser Haus geflogen ist! Ja, wirklich, es ist alles wahr, was ich sage! Es war ein Freitagmorgen, halb sieben, wir waren alle auf der Terrasse. Wir Hunde haben gedöst, nachdem wir die Gartenrunde absolviert hatten. Herrchen und Frauchen wie immer beim Kaffeetrinken – da, ein grausig Zischen und Brausen hinter den Baumwipfeln! Frauchen stand auf und wusste sofort, was das war. Sie hat dann zum Himmel gezeigt. Über unseren Köpfen, genau über unserer Terrasse, schwebte ein riesiges orange-rot gestreiftes, kugelrundes Monster! Es hatte ein Körbchen dabei, und es spuckte Feuer und fauchte dabei fürchterlich! Alle drei haben wir wie wild losgebellt! Wir konnten uns gar nicht mehr einkriegen. Dann zog das Monster langsam übers Haus und verschwand auf Nimmerwiedersehen, denn wir hatten es erfolgreich vertrieben mit unserem Alarm. Das war unser erster Fesselballon, den wir so nah am Haus gesehen haben …

Wie ihr seht, wir drei sind ganz eng miteinander, das ist so schön!

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Nun will ich mal wieder zu meinen Freunden gehen und schauen, was der Tag noch so bereithält. Macht es alle gut!


Liebe Grüße

Euer Louis :-)

 

* * * * * * *

19.02.2019 Lou hat uns wieder einen sehr schönen Bericht über sein glückliches Hundeleben geschickt. Er hat es wirklich fantastisch angetroffen ...

Guten Tag, ihr Lieben,

sicher habt ihr euch schon gefragt, wie es mir inzwischen geht. Es ist schon über ein Jahr her, dass ich ein Zuhause gefunden habe – und so sieht mein Alltag aus: Also,

1 liegt auf Gras Page 1

wenn wir morgens alle aufstehen, dann springe ich vor Freude herum und wackle wie verrückt mit dem Hintern. Jeden Morgen vollführe ich dieses fröhliche Tänzchen, dabei lache ich und lecke meine Menschen ab, hüpfe herum wie ein Gummiball und kuschle mich ganz eng an Herrchen oder Frauchen, denn ich bin ein ganz großer Schmuser!

Wenn wir ordentlich gekuschelt haben, darf ich raus, meine angestaute Energie „abrennen“. Ich habe einen großen Garten, da kann ich mit Mira richtig wild Fangen spielen. Jeden Morgen nach dem Aufstehen jagen wir uns um den Teich und verstecken uns in den Büschen. Wir rennen was das Zeug hält, und dann kommen wir wieder ins Haus und essen eine Karotte.

Das ist unser Morgenritual. Wir legen uns in der Küche noch ein wenig hin, während die Menschen Kaffee trinken. Danach gehen wir Gassi, weit über die Felder oder in den Wald, oder, oder, oder. Nun gibt es bald Essen, es wird wieder ein bisschen geschlafen, und wir gehen wieder raus. Beim Spazierengehen markiere ich an jeder Ecke und hinterlasse neue „Mails“, das ist ja schließlich alles mein Revier. Und natürlich trage ich meine Rute selbstbewusst nach oben gerichtet.

Ich bin ein ganz toller Hund, sagen sie. Ich fahre brav im Auto mit (leider wird mir noch immer schlecht, obwohl wir nur Auto fahren, wenn ich noch nichts gegessen habe), aber ich bin lieb und „singe“ nicht während der Fahrt (so wie Mira, die man fast nicht mitnehmen kann ohne taub zu werden von dem Gejaule). Ich war schon mit im Baumarkt, beim Automechaniker, beim Tierarzt, in der Stadt - vorbildliches Benehmen. Nur zu viel Trubel mag ich nicht, Veranstaltungen, wo viele Leute sind und Lärm, das ist nichts für einen Naturburschen wie mich.

Zuhause fühle ich mich am wohlsten, in meinem Garten, den umliegenden Feldern und Wiesen. Den Wald kenne ich auch schon gut, ich weiß, wo es nach Wildschwein riecht, wo die Rehe und Füchse gelaufen sind. Ich mag alle Tiere, die wir unterwegs treffen: die Schafe, die Esel und Pferde, ich begrüße sie alle durch den Zaun. Im Garten zeige ich sogar den Igel durch Fiepen an und dann muss Frauchen gucken kommen.

In meinem ersten Sommer war ich noch ein wenig ängstlich, im Garten durfte man mich anfangs nicht anfassen, ich wollte nicht herkommen, bin immer ein wenig auf Distanz geblieben. Es hat gedauert, bis ich auch im Garten zu meinen Menschen gekommen bin. Sie wollten mich mit gekochtem Hühnchen bestechen, aber ich war skeptisch. Wenn mir was komisch vorgekommen ist, bin ich zur Terrasse gerannt und hab gewartet. Ich habe ganz lange beobachtet, ob ich auch wirklich sicher bin, ob man ihnen wirklich trauen kann.

Heute weiß ich, dass sie meine besten Freunde sind und ich mich auf sie verlassen kann, egal, was ich anstelle - und ich hab einiges auf dem Kerbholz ;-))

2 skeptischer Blick Page 1
Hier zeige ich meinen typisch skeptischen Blick des ersten Sommers. Da habe ich schon mein Territorium kennengelernt und auch mal ordentlich gebellt, wenn ich vom Feldweg hinten Männerstimmen gehört habe. (Mit Männern hatte ich's anfangs nicht so, aber inzwischen sind auch Männer für mich okay.)


Ich habe einen tollen Bass, sagen meine Menschen. Wenn ich belle, dann nicht nur ein „Wuff- Wuff“, nein ich singe ganze Strophen, ein rauchiges „Hou-Hou-Hououuuhhhh! Hou-Hou- Hououuuuhhhh!“ Das macht schwer Eindruck.

Wenn mir was nicht gepasst hat, hab ich schon mal versucht, meinen Kopf durchzusetzen, z. B. nicht zu kommen, wenn ich gerufen wurde, oder wegzurennen. Frauchen hat „HALT!“ gesagt, da hab ich gewusst, die meint es ernst. Dann hab ich die Ohren nach hinten gelegt und bin stehen geblieben.

Ganz am Anfang sind wir nur mit Sicherheitsgeschirr rausgegangen, auch in den Garten. Ich hab mich so oft erschreckt und den Rückwärtsgang eingelegt, da war es gut, dass ich gesichert war. Ich hab auch schon mal Frauchen (und auch Herrchen) umgerissen, ich bin nämlich kräftig. Der nächste Schritt war nun die Leine nur an der Halskette zu befestigen.

3 Kämpfen mit Mira Page 1

Bevor ich auf unserem Grundstück richtigen Freilauf bekam, hat Frauchen mich mit Mira über eine ganz kurze Leine an unseren Halsketten zusammengebunden, und so sind wir dann als Gespann durch den Garten getrottet. Mira hat mich geführt, mir alles gezeigt, und das hat mir Sicherheit gegeben. Da konnten die Menschen ein wenig draußen arbeiten. Und für uns Hunde war das auch Arbeit. Wir waren sehr konzentriert.


Nach ungefähr neun oder zehn Wochen hat Frauchen mir vertraut. Sie hat die kurze Leine, die an meiner Halskette befestigt war, losgelassen und das Ende locker über meinen Rücken gelegt – und so bin ich ihr ins Haus gefolgt. Irgendwann hat sie mich, ohne Leine, ganz alleine rausgelassen und ich bin auf Kommando reingekommen. Das war ein großer Moment! Vor dem Rausgehen setzen wir Hunde uns immer hin, wir warten an der offenen Tür und erst wenn die Menschen sagen: „Okay!“ dürfen wir losrennen, vorher nicht. Weil ich so stürmisch bin ;-).

4 Kämpfen mit Mira Page 1
Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass ich anfangs so selten mein Geschäft gemacht habe. Das war alles aus Unsicherheit, heute gehe ich ganz cool raus, mache mein Pipi und nach dem Essen mach ich immer „Groß“, täglich, manchmal sogar mehrmals, das ist ganz normal.

Meine Menschen waren anfangs auch besorgt, weil ich über ein halbes Jahr lang nicht einmal am Wassernapf war, ich habe niemals getrunken! Mein Essen war zwar immer saftig, aber Wasser schlabbern sah man mich nie. Bis ich im Sommer mit Mira im Garten aus einem Eimer Regenwasser getrunken habe, da war ich so durstig vom Rennen und Toben, dass ich einen „drink“ gebraucht habe.

5 mein Garten Page 1

Im Sommer gab es draußen auch immer was Feines zu essen. Wenn Frauchen mit dem Eimer in den Gemüsegarten ging, brachte sie uns meist was Gutes mit. Wir haben hinter dem Tor gewartet und uns gefreut. Am Anfang des Sommers gab es Kirschen und Himbeeren, im Herbst haben wir von den vielen Zwetschgen naschen dürfen, noch später durften wir Nüsse knacken - aber das Highlight war der Apfelbaum.

6 Apfelbaum Page 1 

Ein wunderbares, üppig mit Äpfeln behangenes Bäumchen ganz für uns alleine! Es steht im vorderen Bereich des Gartens und wir durften selber ernten, wann immer wir wollten. Da haben wir uns kugelrund gefressen.

7 Bäuchlein voll Äpfel Page 1

An warmen Sommerabenden hab ich mich zufrieden unter meinen Apfelbaum gelegt, mich
gewälzt und die Wärme des Bodens genossen. Hach, das Leben kann schön sein!

8 Stein am Teich Page 1

Und das hier ist ein weiterer Lieblingsplatz in meinem Garten. Hinter dem großen Stein, da wo ich stehe, befindet sich der Teich. Ich balanciere gerne auf dem Rand herum, um Frösche und Vögel zu beobachten. Frauchen hat mich ein paar Mal verjagt, aber ich lasse es mir nicht nehmen, selbst die Katzen liegen nahe am Wasser und dösen in der Sonne.

9 Teich Page 1

Ich hab im Sommer auch gleich mein Seepferdchen gemacht und in den Disziplinen „Elegant ins Wasser plumpsen“ und „Teich am Stück durchschwimmen“ Bestnoten erzielt.

Das hat mir so gut gefallen, dass ich das ein paar Mal wiederholt habe, ich bin ein recht guter Schwimmer.

10 Eisvogel Page 1

Hier gibt’s immer etwas zu entdecken ...

11 Frosch Page 1

12 Rennen Page 1

Wenn ich im Teich war, muss ich mich nur noch trocken rennen, das kann ich sehr gut. (Frauchen kann mich aber nicht gut fotografieren, weil ich so schnell bin ;-))

13 Ringen Page 1
Hier raufe ich mit Mira an meinem „personal apple tree“.

14 mit Oma Paula Page 1

Und Oma Paula ist auch dabei.


Soweit ist alles super. Man sagt, ich sei ein wirklich lieber Hund. Ja, das will ich meinen! Wäre da nicht die Sache mit dem „Sündenregister“ … Frauchen hat notiert, was ich auf dem Kerbholz habe, naja … also: ich habe die frisch gebackenen (zum Auskühlen auf den Tisch gestellten) Brote angefressen.

Aber so raffiniert, dass Frauchen erst gar nix gemerkt hat, nämlich auf der Hinterseite der Laibe, so dass man es nicht sofort sieht, wenn man in die Küche kommt. Sie hat mich schon gelobt, bis sie näher gekommen ist, dann erst fiel auf, dass die Hälfte fehlte. Oh, war aber sooo lecker!

15 schiefes Lächeln Page 1

Ich hab mich ein wenig geschämt und versucht es wegzulächeln, denn Frauchen hat so getan, als würde sie ganz streng gucken und dann hat sie gesagt: „Oh, oh, oh! Neiiin!“

16 im Korb Page 1

Manchmal liege ich ganz brav im Korb oder auf dem Teppich oder in meinem Bett - und dann steigt mir ein Duft in die Nase: Auf dem Herd steht feines Essen … Frauchen ist im Keller oder Wäsche aufhängen oder Kräuter holen oder am Briefkasten. Ich warte … sie kommt nicht, ich warte noch ein bisschen … niemand da. Dann gehe ich in die Küche, ich will nur mal gucken - und dann fresse ich alles auf. Das merkt bestimmt niemand, oder?

Frauchen sagt: „Nachlässigkeit wird bestraft“, und damit meint sie sich selber, darum macht sie seither die Deckel auf die Töpfe und räumt alles da hin, wo ich nicht hinkomme. Mist!

Ich war aber bisher immer ziemlich schnell. Einmal war der Salat schon angerichtet, die Teller standen auf dem Tisch, Frauchen ging nochmal kurz raus, und ich habe die Zeit genutzt und Herrchens halben Teller Salat aufgegessen. Hat mir auch gut geschmeckt.

Was hab ich sonst noch angestellt? Frauchens Brille gefressen. Ja, das ist wahr. Sie war im Garten und meinte, ich müsse mal zehn Minuten alleine bleiben können. Es waren aber nicht nur zehn Minuten! Da hab ich mir was zum Zeitvertreib gesucht, etwas, das nach Frauchen riecht. Die Bügel waren abgenagt bis aufs Metall, nur der Rahmen um die Gläser herum war noch da, und die Gläser waren auch noch heile. Ich hab dann Sauerkraut bekommen, falls was in meinem Verdauungskanal quer sitzt, war aber alles okay, alle Brillenreste sind aufgetaucht.

Frauchen musste zum Optiker gehen und den außergewöhnlichen Zustand ihrer Brille erklären. Und dort haben sie gelacht. Da seht ihr's, Hunde sind lustig!

17 Zunge raus Page 1

Das war also mein erster Sommer mit meinen eigenen Menschen. Nun bin ich gespannt, was als nächstes passiert, und hoffentlich gibt’s auch im kommenden Jahr wieder viele Äpfel an meinem Bäumchen.

Liebe Grüße

Euer Louis

 

28.01.2018/ Lou heißt jetzt Louis und schickt uns Fotos aus seinem Traumzuhause.

28.01.2018/ Lou hat uns - mit ein wenig Hilfe von seinem Frauchen - einen schönen Brief geschrieben, inkl. ganz vieler Fotos seiner neuen Freunde...

"Bonjour, mes amis,

man nennt mich jetzt „Louis“, so wie „Louis XIV“, und nun bin ich schon einige Wochen hier - was ich nicht alles erlebt habe …

Louis 1 liegend auf Fliesen

Am Anfang hatte ich viel Angst, z. B. vor dem „Klick“ des Lichtschalters im Nebenzimmer … oder vor dem Gezische des Wasserkochers … oder vor der dicken Jacke und der Mütze, die meine Menschen anziehen, wenn sie mit mir in den Regen hinaus gehen. Auch vor den Schatten in der Nacht hatte ich Angst. Wollte man mir das Geschirr anlegen, wusste ich: Es geht raus. (Aber wer weiß, wo man mich wieder hinbringt ... womöglich wieder in ein Flugzeug! Oh nein, bloß das nicht.) Da hab ich mich gefürchtet und bin mit eingekniffenem Schwanz um den Tisch rumgelaufen um mich zu verstecken.

Louis 2 Decke Knochen Blick in Kamera

Ich wollte nicht weg von meinem sicheren Platz in der Küche, direkt an der Heizung. Da hab ich mich sofort wohlgefühlt, ich hab schnell verstanden, was „Platz“ bedeutet, und wenn Frauchen „Luiiiii“ gesagt hat, dann hat mir das auch gefallen. Mira hat mich bei meiner Ankunft im Hof angeknurrt, dann hat sie gebellt …

Louis 3 Garten mit Mira Paul

… und als wir im Haus waren, hat sie sich (wenn auch mit einem kleinen Abstand) zu mir gelegt.

Louis 4 unter Tisch m. Mira

Paula ist klein und lustig, sie ist die „Dienstälteste“, auch sie hat sich gefreut und mich willkommen geheißen, es war alles okay, als wäre ich schon immer hier gewesen. Da war ich froh.

Ich war von der langen Reise sehr erschöpft, und als wir endlich zuhause waren, da haben sich meine Menschen zufrieden an den Tisch gesetzt und Kaffee getrunken, und ich hab meinen Kopf erleichtert auf Frauchens Schoß gelegt und mich kraulen lassen, das war schön. Louis 5 Kopf auf Schoß

Frauchen war ganz gerührt.

Am Anfang konnte ich keine Leckerchen, wie etwa Wurststückchen, in meinem Mund behalten, mir ist einfach alles rausgefallen, ich kannte so etwas nicht, alles war fremd. Ich hatte aber großen Hunger, und Frauchen hat mich drei Mal am Tag gefüttert und mir leckere Hühnerbrühe ins Essen gemischt, weil ich noch nie etwas aus dem Wassernapf getrunken habe. Es gab Möhrenbrei mit gekochtem Hühnchen und Kartoffeln.

Louis 6 Fressi m. Paula

Einmal hab ich die Vorderbeine auf die Arbeitsfläche gestellt, weil es soooo gut nach Kartoffeln gerochen hat. Frauchen hat dann „Nein“ gesagt – ich hab sofort die Pfoten weggenommen. Am dritten Tag nach meiner Ankunft bin ich zum ersten Mal ins Wohnzimmer gegangen, da hab ich ganz schnell mein Bein gehoben und ans Tischbein markiert. Frauchen hat gesagt: „Nein, nein, nein …“. Vor Schreck hab ich sofort aufgehört. Aber auf dem Teppich unter dem Tisch roch es so gut nach Mira, meiner neuen Hundefreundin – und nach einem anderen Hund, der nicht mehr da ist. Ich hab gedacht, wenn ich doch jetzt auch hier wohne, dann …

Louis 7 auf Teppich m. Mira

Meine Menschen sagen, ich sei unglaublich charmant, ein echter Herzensbrecher. Was mir nicht gefällt ist das Wetter, da habe ich dreckige Füße, die im lehmigen Boden kleben, ich laufe dann wie eine Katze und versuche festeren Boden zu betreten, was im Moment schwierig ist, weil der Garten stellenweise eine einzige Pampe ist, wie meine Menschen sagen.
Louis 8 Garten schaut nach links

Sie reiben mich immer ab, wenn wir draußen waren, und dann lege ich mich an meinen Platz in der Küche, auf meine kuscheligen Decken und gucke Frauchen zu, wenn sie kocht oder backt. Das riecht so gut, und ich darf oft etwas probieren. Ich bin ganz entspannt und strecke mich zufrieden, ich schlafe viel, es ist sehr gemütlich. Manchmal kommt jemand zu mir her, dann lasse ich mir mein Bäuchlein kraulen und freue mich.

Louis 9 Decke Knochen Blick gerade

Ich habe auch Spielsachen bekommen und Rinderhaut-Kauknochen, da hab ich erst mal lernen müssen darauf rumzubeißen, das konnte ich gar nicht. Ich hab ein bisschen Zahnfleischbluten bekommen, aber mein Gebiss wurde dabei trainiert. Mira kann das alles, die knabbert jeden Morgen erstmal ihre Karotte. Heute, am 12. Tag, hab ich auch meine ersten rohen Karottenstücke gekaut, Frauchen hat sich gefreut, weil ich das jetzt auch verstanden habe. Überhaupt kann ich jetzt schon alles essen, ich habe „Barf“ bekommen und vertrage alles ganz toll, auch mal ein Stückchen Knabberbrot, Lachshaut, Apfel, solche Sachen eben.

Was meinen Menschen Sorgen gemacht hat, war mein seltenes Pipi. Ich musste nur zwei Mal am Tag. Sie waren so oft mit mir draußen, aber ich bin stehen geblieben, hab mir die Landschaft angeschaut, dann hab ich meine Menschen fragend angeguckt, aber ich hab nichts gemacht.

Louis 11 schlafend v. Heizung

Doch einmal hab ich in der Küche ganz plötzlich einen großen, gelben See gezaubert. Frauchen hat wieder dieses „Nein“ gesagt. Dann hat sie mich schnell raus gebracht und ich hab draußen mein Bein gehoben und weitergepullert, da hat sie sich vielleicht gefreut! Gestern war der erste Tag, an dem ich drei Mal gepullert habe. Ein toller Fortschritt! Ich kann lange anhalten, die Menschen sagen, dass ich das nicht soll. Mit meinem großen Geschäft ist es ähnlich: ich muss nur alle zwei Tage, dann aber ordentlich! Meine Menschen meinen, ich muss noch meinen Rhythmus finden und dann wird das schon. Die Katzen finde ich toll, aber die Katzen sagen, ich sei noch zu stürmisch, das sei unhöflich. Ich hab sie am zweiten Tag im Hof getroffen und angestupst und abgeschleckt, ich mag die Katzen! Die eine hat sogar den Schwanz gehoben und sich vor mir gedreht. Dann stand sie morgens immer vor der Terrassentür und hat reingeguckt, und ich hab gefiept, ach, ich würde so gerne mit den Katzen spielen. Frauchen sagt, ich soll es langsam angehen.Mit den Hühnern verstehe ich mich auch, man sagt, ich bin (nach Paula) der erste Hund, der keine Hühner jagt. Schon am fünften Tag in der neuen Familie durfte ich morgens Frauchen ins Gehege begleiten um die Hühner aus dem Stall zu lassen! Ich hab ein bisschen Angst gehabt - vor der Ente, die so laut schnattert.

Louis 12 an Leine vor blau

Die ersten Nächte war ich ganz brav und habe geschlafen, aber meine Menschen schlafen wohl nicht so viel, die kommen immer früh morgens gucken. Ich freu mich dann wie wild und wedel mit dem Schwanz und springe rum, ach wie schön! Als sie dann aber mal nicht nach mir geguckt haben, da hab ich mir alles angeschaut, bin hin und her gelaufen, und dann hab ich nachts um halb vier den Mülleimer umgeworfen und alles rausgeholt, die Plastikverpackungen in der Wohnung verteilt und zerkaut. Als das so laut gescheppert hat, sind auch die Menschen gekommen. Ich bekam mein Geschirr an und musste in die kalte Nacht hinausgehen, und wir stapften wieder durch den Matsch bei Wind und Regen, und sie sagten: „Luiii, mach Pippiiii, los mach Pippiiii!“. Dann hab ich aber einen Haufen gemacht!

Louis 13 Knochen Mira schaut zu

Die Menschen haben kapiert, dass ich nicht reinmachen wollte und in meiner Not hab ich randaliert, bis einer kam. Zwei Nächte nach der Aktion mit dem Mülleimer war ich kurz nach Mitternacht wieder auf Erkundungstour, dabei hab ich eine Tasse aus dem Regal genommen und den Henkel abgebrochen, den Brotkorb zerschreddert - aber die Brotscheibe nicht angerührt! Ich habe Geschirrtücher auf dem Fußboden verteilt, den Spüllappen angeknabbert und eine leere Papiertüte zerrupft. Herrchen ist mit mir in die Nacht hinaus - doch dieses Mal konnte ich nicht. Es war wohl der ganze Stress der vergangenen Tage, der mich nachts geplagt hat …

Seit zwei Tagen halten meine Menschen Nachtwache, das heißt, einer schläft im Wohnzimmer, und wenn ich in Not bin, kommt sofort jemand. Ich fühle mich aber schon viel sicherer und gestern, es war mein 11. Tag im neuen Leben, hab ich mich erstmals für Spielsachen interessiert.

Louis 14 Mira lacht

Wenn wir im Garten sind, spielt Mira mich immer an, sie verbeugt sich vor mir, lacht, springt in die Luft, dreht sich um die eigene Achse, sie knurrt und bellt und tut ganz wild, das ist mir nicht geheuer … ich weiß gar nicht, was die von mir will. Außerdem bin ich doch an der Leine. Meine Menschen sagen, die Mira ist halt manchmal eine „wilde Hilde“, irgendwann werden wir zusammen rennen können.

An der Leine gehe ich super, meine Menschen sagen, ich sei unglaublich aufmerksam, weil ich immer wieder nach links zu meinem Menschen gucke, fast so, als sei ich ausgebildet. Ich ziehe auch nicht, ich bin ganz brav.

Louis 15 draußen schaut ängstl. hoch

Meine Menschen sagen, ich bin genau der Richtige, was für ein großes Glück! Jetzt wurde Weihnachten doch noch schön …

Euer Louis"

 

Lou hat seine eigene Familie. Bei der Ankunft noch ein wenig ängstlich, taute er schnell auf.

 

Rückblick - 10.09.2017/ Der hübsche Hundejunge Lou schickt uns neue Fotos.

14.08.2016 - Lou ist ein wunderschöner tigergestromter Junghund. Es erging ihm wie so vielen Hunden in Griechenland, er war ungewollt und wurde mit seinen sechs Geschwistern einfach ausgesetzt.    

Ansprechpartnerin Adoption: Viviane Kreft

Wenn Sie eine Patenschaft für Lou übernehmen möchten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

10.09.2017/ Lou ist ein Bewohner des Rafina-Gehjeges und dies fast schon sein ganzes Leben lang. Er wurde dort als Welpe, vor mehr als 2 Jahren abgegeben. Obwohl er nur das Gehege kennt und so lange schon hinter Gitterstäben lebt hat dieser hübsche Kerl ein  durchweg freundliches Wesen. Lou ist ein süßer und zärtlicher Hund, der so genügsam ist, dass er sich über jede noch so kleine menschliche Breührung freut. 

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Poppy schreibt uns "Jedes Mal, wenn ich in seinen Käfig gehe, ist seine Freude so groß. Er tut alles dafür, dass ich so lange bei ihm bleibe wie möglich - er macht alles für seine Menschen, er möchte ihnen einfach nur gefallen." Sein Blick fragt stetig, wann er endlich ein Familienbegleiter und jemanden wichtig sein darf.

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14.08.2017/ Kein schöner Start ins Leben, weggerissen von der Mutter, ausgesetzt vor dem Rafina-Gehege. Vier seiner Geschwister wurden bereits adoptiert, er und sein Bruder blieben zurück.

Mittlerweile ist Lou 1 1/2 Jahre alt und sitzt immer noch im Shelter.

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Er hat ein sehr freundliches Wesen, versteht sich mit allen Hunden, bergüßt jeden Besucher gut gelaunt und mag auch Kinder gerne.

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Um sich die Zeit zu vertreiben sorgt er für Ordnung und hält das Gehege "mäusefrei".

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Zu ihm würden sportliche Menschen gut passen, denn als Jungspund hat er Power und bringt Leben in die Bude.
Also an alle Sportskanonen, mit Lou wären Sie in bester Begleitung!

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