Rüden

Timmy - als er gefunden wurde, war er voller Angst vor den Menschen

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*ca. 2008 – kastr. –Athen

Die ersten Jahre seines Lebens lernte er die Menschen nur von ihrer schlechten Seite kennen. Dabei möchte Timmy so gerne vertrauen. Er ist auf dem besten Weg dahin. Wo sind die Menschen, die diesem ganz besonderen Hund dabei zur Seite stehen möchten?

Ansprechpartnerin Nicole Kasoke

 

 

Timmy ist ein wirklich einzigartiger Hund. Er hat eine besondere Art, mit Menschen zu sprechen. Sein ganzer Körper kommuniziert: Seine großen ausdrucksvollen Augen sprechen – in ihnen ist zu lesen, ob er traurig oder ängstlich ist oder ob er sich freut. Sein Lächeln spricht: Wenn er glücklich ist, dann strahlt sein Gesicht.

 

 

Und wenn er glücklich ist, dann springt und tanzt Timmy außerdem vor Freude und macht mit seiner Stimme leise Geräusche.

 

 

Timmys Stirnfalten zeigen, wenn er versucht, zu verstehen was seine Menschen von ihm möchten; sie zeigen auch an, wenn er Angst vor etwas hat.

 

 

Und wenn Timmy während des Spaziergangs mit seiner großen schwarzen Nase dein Bein berührt, dann sagt er damit, dass er sich nach Sicherheit sehnt.

 

 

 

Timmy ist ein wunderbarer Hund, aber niemand bemerkte das bisher, weil er zugleich ein ängstlicher Hund ist. Seine Vergangenheit ist traurig: Er wurde in einem grauenvollen Zustand von der Straße geholt, sein Körper übersät mit Räude, das Herz voller Angst vor Menschen. In der ersten Zeit durfte niemand ihn berühren oder sich in seine Nähe setzen. Timmy vertraute den Menschen nicht und so war seine einzige Möglichkeit, dass er auf sich selbst aufpasste: Er versuchte sich vor den Menschen zu schützen indem er vor ihnen weglief. Wenn er keine Fluchtmöglichkeit hatte und gefangen war, dann wurde er panisch und versuchte sich durch Knurren und Beißen zu schützen.

Vor kurzem stellte sich heraus, dass er in seiner Zeit auf der Straße mit Steinen beworfen worden war, weil er ein Streuner war, der in den Augen der Anwohner kein Recht auf Leben hatte.

Der arme Timmy wurde von den Menschen misshandelt und gedemütigt und alles, was er in der ersten Zeit seines Lebens über Menschen gelernt hatte, war, dass Menschen schlecht sind. Er hatte keine einzige gute Erfahrung mit ihnen gemacht.

 

Das ist der Grund, warum er so verängstigt ist und warum man besonders auf ihn eingehen muss. Seit vier Monaten ist Timmy bei einem griechischen Tierschützer untergebracht. Dort soll er lernen, Menschen zu vertrauen. Trotz seiner Ängste hat Timmy in dieser Zeit eine enorme Entwicklung gemacht: Er geht an der Leine spazieren, er lässt sich streicheln, er mag es wenn Menschen in seiner Nähe sind, er folgt seiner Pflegefamilie im Haus auf Schritt und Tritt.

 

 

Sein liebenswertes und sanftes Wesen zeigt sich jeden Tag mehr. Timmy sehnt sich nach menschlicher Gegenwart – er mag es nicht allein zu sein, wenn er doch weiß, dass im Nachbarzimmer seine vertrauten Menschen sind (trotzdem kann Timmy  mehrere Stunden alleine zu Hause bleiben!). Mit anderen Hunden versteht er sich perfekt.

 

 

Trotz aller Fortschritte liegt noch ein langer Weg vor Timmy.

 

 

Er muss sich an längere Spaziergänge gewöhnen, er muss sich an die Geräusche einer Stadt gewöhnen ohne in Panik zu geraten, er muss noch lernen, ins Auto zu klettern, nicht zu knurren wenn er sich unsicher fühlt usw. Aber wir glauben ganz fest daran, dass Timmy all dies schaffen wird, denn er ist ein intelligenter und mutiger Hund.

Er braucht besondere Menschen an seiner Seite, die Erfahrung mit Hunden haben und die im Speziellen wissen, wie sie mit Angsthunden umgehen müssen. Wenn Timmy diese Chance bekommt, dann wird er zu einem treuen und liebevollen Gefährten werden. Timmy hat so viel Liebe zu geben. Wo sind die Menschen, die ihm dabei helfen, dass er diese Liebe auch zeigen kann …