Kinderstube bis 12 Monate
Twist - hat eine aufregende Vergangenheit hinter sich
*ca. November 2011 – männl. – Athen
update 09.04.2012: Twist heisst jetzt Chivas und schreibt seinen allerersten Brief :-) ...
Hallo Frau Prestin,
ich bin es Twist, ach ich heiße ja jetzt Chivas! Ich wollte mich nach der ersten Woche mal bei Ihnen melden und erzählen wie mein neues zu Hause so ist.
Am Samstag Abend hab ich noch furchtbar schlecht geträumt und muss wohl im Schlaf schwer geatmet, gestrampelt und gequiekt haben.
Aber immer wenn ich aufgewacht bin, lag Andrea an meiner Seite und hat mich beruhigt.

Am Sonntag hab ich erstmal das Haus und den Garten erkundet. Aber nicht ohne Andrea aus den Augen zu lassen. Manu ist auch total lieb zu mir, aber mit Männern hab ich so meine Probleme.
Schön ist, dass mein Magen nicht knurrt, ich mein Futter nicht teilen muss und fast in jedem Raum eine Decke für mich liegt. Ich glaub hier kann man´s aushalten.
Am Nachmittag durfte ich in Manu´s Auto mitfahren. Tolle Sache, bin auch sofort eingeschlafen. Und dann schmeißen die 2 mich auf einem Feld raus und wollen Gassi gehen. Es war kalt und windig und da war so eine große Dogge, die meinen Futterbeutel plündern wollte.
Da hab ich erstmal Zähne gezeigt und Gassi gehen bei dem Wetter??? Neeeee!!!! War dann auch schnell vorbei.
Zuhause ging´s mir wieder besser. Wir kriegen viel Besuch, alle wollen mich kennenlernen. Manu und Andrea passen aber auf, dass mich keiner bedrängt.
Ich hab nämlich immer noch viel Angst. Besonders vor Männern.
Montag / Dienstag: So langsam gewöhne ich mich an mein neues zu Hause. Auch an Manu....Mit Leckerchen, Streicheleinheiten und Spielen mit meinem Lieblingsteddy hab ich jetzt auch Vertrauen zu ihm gewonnen.


Aber trotzdem laufe ich Andrea immer hinterher. Bin halt ein Frauenhund! ;-)
Mein Schlafplatz ist im Schlafzimmer an Andrea´s Bettseite. Aber ich hab die 2 schon darüber sprechen gehört, dass ich wohl irgendwann ins Wohnzimmer ziehen soll. Hm, das zeig ich denen noch!
Für Leckerlis bin ich immer bereit etwas zu lernen. Deshalb hab ich auch ganz schnell verstanden was Sitz und Platz bedeutet und dass ich meine Geschäfte nicht in der Wohnung hinterlassen soll.
Bei der Tierärztin war ich heute auch. Da sind nur Frauen. Das ist ok. Bis auf mein zu geringes Gewicht, waren alle zufrieden. Ich hab mich aber auch gut benommen.
Mittwoch/Donnerstag: Meine ersten Tage bei meinen Hundesittern. Manu und Andrea mussten kurzfristig für 2 Tage von morgens bis mittags arbeiten. Und weil ich nicht alleine bleiben sollte, bin ich bei den Nachbarn geblieben. Die zwei sind nett und ich durfte auf die Couch, hab viele Leckerlis bekommen, bin gestreichelt und verwöhnt worden.
Ich glaube Andrea hat viel mehr an der Trennung gelitten. Als sie nach Hause kam, war die Freude groß. So ein bißchen hab ich beide ja schon vermisst.
Freitag: Ich zeige inzwischen ganz deutlich, dass ich angekommen bin und mich wohl fühle. Ich tobe und futtere und schlafe. Aber ich zeige auch was ich NICHT mag.
Und das sind: MÄNNER. Ich hab gehört, dass Manu und Andrea darüber gesprochen haben, dass ich ein Angstbeißer wäre und da viel auch so ein Wort wie Welpenstunde und Welpenschule.
Sie passen jetzt auf, dass mich die Männer aus der Nachbarschaft nicht mehr so mit Streicheleinheiten bedrängen. Die sind alle nett zu mir, aber ich möchte das eben nicht. Und was gar nicht geht, ist diese komische Leine. Ich weigere mich beharrlich auch nur einen Schritt mit der Leine zu gehen. Die wissen doch, dass ich bei Fuß laufe also was soll das? Aber ich glaube irgendwann muss ich mich daran gewöhnen. :-( Zumindest, wenn wir in die Stadt fahren.
Inzwischen hab ich auch verstanden, dass unser Grundstück und das von meinen Hundesittern von mir bewacht werden darf.

Mein Gebell nimmt zwar keiner so richtig ernst, aber wenn sich jemand nähert, geb ich ihm zu verstehen, dass er erst an mir vorbei muss. :-)
Und was jetzt ganz klar ist: Andrea wird meine Bezugsperson. Manu ist toll, aber ich hab mich auf Andrea fixiert. Das wird von beiden auch so angenommen.
Ich glaub Andrea freut sich auch darüber, denn sie knuddelt soooo viel mit mir. Wir haben eine tolle Beziehung zueinander.
So, jetzt muss ich aber los....Wir gehen wieder Gassi...Hoffentlich ohne Leine! Kommen Sie doch einfach mal auf einen Kaffee vorbei. Dann sehen Sie wie ich
so wohne und mich verhalte. Andrea und Manu freuen sich bestimmt auch.
Also liebe Grüße
Ihr Chivas ;-)
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17. März 2012: Seine Vergangenheit war aufregend, seine Zukunft wird wunderschön werden! Heute reiste Twist nach Düsseldorf und wurde dort von seiner stolzen und glücklichen Familie sehnsüchtig erwartet.
In sein Geschirr muss der kleine Twist noch ein wenig hineinwachsen, aber das wird schon werden.
Twist reiste gemeinsam mit Sonya in einer Box und während des Flugs schlossen die beiden Welpen Freundschaft.
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Das war Griechenland:
21.01.2012:
*ca. November 2011 – männl. – Athen
Paten für die medizinische Versorgung und für die Unterkunft gesucht
Huhu, mein Name ist Twist! Gemeinsam mit meinem Brüderchen Oliver habe ich eine aufregende Reise hinter mir: Von Thessaloniki bis nach Athen sind wir beide gereist.
Ansprechpartnerin Adoption: Britta-Nicole Prestin
Ansprechpartnerin Patenschaften: Manuela Wendt
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Diese Reise ist nur eine Station in unserem noch kurzen, aber sehr abwechslungsreichen Leben.
Aber lasst mich von vorne anfangen: Gefunden hat uns die liebe Stella. Das war in Thessaloniki, nach den Weihnachtsfeiertagen.
Als Stella morgens zu ihrem Geschäft kam, stand dort ein Karton vor der Tür. Und in diesem Karton saßen drei frierende, hungrige und verängstigte kleine Hundekinder – meine beiden Brüder und ich. Natürlich hat Stella uns nicht vor der Tür stehen lassen, sondern mit nach Hause genommen. Dort konnten wir uns erst einmal aufwärmen und satt essen.
Stella konnte uns aber nicht behalten, weil sie bald nach Deutschland auswandert. Also musste eine Übergangslösung für uns gefunden werden. Oliver, ich und mein zweites Brüderchen sind deshalb notdürftig bei einer Bekannten Stellas untergekommen. Aber der Mann dort konnte uns nicht leiden, wir sollten wieder weg … Die einzige Möglichkeit, uns sicher unterzubringen gab es in Athen. Dort gibt es viele nette Tierschützer, und die hatten versprochen, sich um uns zu kümmern. Gesagt – geplant – getan.
Eigentlich sollten wir zu dritt reisen, aber eine Nachbarin verliebte sich in einen meiner Brüder und hat ihn adoptiert. Oliver und ich haben die Reise also zu zweit angetreten.
Wir sind mit einem Transportunternehmen von Thessaloniki nach Athen gebracht worden. Ganz alleine, ohne Begleitung!! Das ist ganz schön mutig für zwei kleine Hundekinder, oder? Wir sind jedenfalls ziemlich stolz auf uns. Immerhin sind es 500 km!!!!
In Athen hat uns Aristea in Empfang genommen und zu sich nach Hause genommen. Sie war sofort total entzückt von uns und hätte uns am liebsten behalten. Aber leider geht das nicht. Auf den Fotos seht ihr Oliver und mich kurz nach unserer Ankunft in Athen.
Als erstes haben wir alles genau inspiziert und Aristeas anderen Hunde begrüßt.

Dann haben wir uns die Bäuche vollgefuttert (Futtern gehört zu einer unserer Lieblingsbeschäftigungen),
anschließend haben wir ein wenig mit der Katze gespielt, dann haben wir uns auf den Arm nehmen lassen (Kuscheln ist eine weitere Lieblingsbeschäftigung von uns)
und schließlich sind wir müde von der langen Fahrt und all den aufregenden neuen Eindrücken aneinandergekuschelt eingeschlafen.
Bald geht es für uns weiter zu unserer Unterkunft. Ich bin gespannt, was uns dort erwartet.
Wie ihr seht, sind wir ziemlich abenteuerlustig ...
Allerdings - Ein bisschen macht uns die finanzielle Seite Sorgen (wenn ich mal so sachlich werden darf): Unsere weiteren Impfungen, die Kosten für die Unterbringung usw. .... all das ist noch gar nicht gesichert. Oliver und ich wären glücklich, wenn wir Paten fänden, die uns ein wenig unterstützen. Es ist schon so lieb von den Athenern, dass sie uns als Gäste aufnehmen. Wir möchten ihnen nicht noch zusätzlich zur Last fallen, indem wir Kosten verursachen. Abgesehen davon wäre es bestimmt ein wunderbares Gefühl, einen Paten oder eine Patin zu haben, denn das wäre ein Mensch, dem wir ganz besonders wichtig sind. Wir haben doch keine Mama mehr ...
Bis bald,
euer Twist
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So fing es an:
30.12.2012: 3 kleine Plüschteddys, ausgesetzt in einem Karton
Es war ein verspätetes Weihnachtsgeschenk, mit dem die griechische Tierschützerin Stella aus Thessaloniki nicht gerechnet hatte:
Unglücklicherweise wartete vor meinem Geschäft in einem Karton eine Überraschung auf mich, als ich nach den Weihnachtsfeiertagen wieder zur Arbeit ging … drei niedliche Welpen (alle männlich) lagen auf dem Boden des Pakets und sie waren dreckig, hungrig und natürlich froren sie wegen des kalten Wetters.
Unfortunately a surprise was waiting for me in front of my shop in a carton when I went to my job after Christmas holidays.... 3 adorable puppies (all males) were lying in the bottom of a parcel and they were dirty, hungry and of course cold from the winter weather.
Stella kann die Hundekinder auf keinen Fall versorgen, denn sie bereitet ihre Auswanderung nach Deutschland vor und wird im Januar Griechenland verlassen. Zur Zeit sind die drei kleinen Plüschteddys bei einer Bekannten untergebracht und wohnen dort im Badezimmer. Doch der Ehemann hat bereits eindeutig signalisiert, dass die drei Hundekinder unerwünscht sind.
Wo sollen sie nun hin …???
Unsere Athener Tierschutzkollegen haben sich bereit erklärt zu helfen.
Doch wo werden die drei Kleinen die nächsten Wochen verbringen? Noch gibt es keine Lösung. Und wie sollen sie von Thessaloniki nach Athen (ca. 500 km) kommen? Wie wird ihre Unterbringung finanziert? Wie die Impfungen, die Wurmkuren und all das, was kleine Hundekinder brauchen, um gesund zu bleiben? Und wie lange werden sie notdürftig in Athen untergebracht werden müssen?
Viele Fragezeichen stehen vor der Zukunft der drei Hundejungen, die bisher noch nicht mal Namen haben.
Doch das ein oder andere Fragezeichen könnte vielleicht schon einmal beseitigt werden – durch Sie.
Vielleicht möchten Sie einem der drei Kleinen in dieser unsicheren Zeit ein wenig Sicherheit geben und eine Patenschaft übernehmen? Ein Pate wäre für jedes der drei Hundekinder, die ohne Mama aufwachsen müssen, ein unschätzbares Glück …
Diese drei Würmchen brauchen unsere Unterstützung, und wir freuen uns natürlich auch über einmalige Spenden sowie über Adoptionsangebote.



