In Deutschland auf Pflegestelle
Tempi - liebenswertes Hundemädchen auf der Suche nach dem Glück "für immer"

*ca. Mai 2011 - weibl - kinderlieb - Athen/Jenny
Pflegestelle in 65719 Hofheim
Tempi hat wieder einiges zu berichten ...
Ansprechpartnerin Adoption Nicole Poppendieker
Ansprechpartnerin Patenschaften Manuela Wendt
09.02.2012: Hallo liebe Leser, anbei einige Infos über mich:
Mein Steckbrief
Alter: geb im Mai 2011
Größe: 51 cm
Gewicht: 15 kg
Lieblingsplatz: auf dem Bett (Tag und Nacht)
Lieblingsspiel: Stöcke werfen
Lieblingsessen: Äpfel (keine Sorge, ich bin ein Hund)
Positive Eigenschaft:
- Leinenführig, d.h. ich ziehe Frauchen und sie gibt die Richtung an, wir üben jeden Tag. Bald habe ich es
verstanden, wie es richtig geht.
- Alles-Fresser, außer Tomaten und Gurken
- Verschmust, Bäuchlein streicheln ist soooo ……..
- Stubenrein, wenn Frauchen alle 3 Std. mit mir in den Garten geht
- Sehr sportlich, renne hinter allem her was sich bewegt, Fahrräder, Busse, Autos, Kinderwagen interessieren
mich nicht
- Spiele gerne Ball
- Kann Kindern zeigen was in einem Stofftier steckt
- Sorge dafür, dass alle ihren Teller wegräumen und dass keiner mehr etwas Essbares rumliegen lässt, denn
ich bin schnell
- Autofahren ist klasse
- Toben mit anderen Hundis
- Löcher buddeln, Garten-Umgestaltung gehört zu meinen Stärken
Negative Eigenschaft:
Habe ICH keine, nur mein Pflegefrauchen. Wenn die ohne mich, aber mit dem Rudelanführer rausgeht, dann ärgert mich das so sehr, dass ich die Wohnung umgestallte und auch mal das eine oder andere auf Beiß- und Rissfestigkeit prüfe.
Irgendwann wird sie das schon merken, dass es besser ist wenn ich mit kommen. Ist der Chef zu Hause und meine Pflegefrauchen geht Hundefutter verdienen, dann bin ich ganz brav.
Frauchen meint ich wäre eine kleine Zicke, nur weil ich so doll aufpassen kann. Die andern sollen doch wissen, dass ich schon ein großer Hundi bin.
Ich freue mich immer riesig, wenn Frauchen nach Hause kommt, so riesig, dass ich ein winziges Pfützchen verliere.
Mein Wunsch:
Eigentlich möchte ich gerne hier bleiben, aber Frauchen meint, dass ich in einer Familie mit Kindern, die viel mit mir spielen und toben, auch glücklich sein werde. Denn dann kann hier wieder eine andere „Griechin“ her kommen.
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02.10.2011: Tempi oder: Die verschiedenen Definitionen von "Glück"
Die kleine Tempi darf in ihrer Pflegestelle die Annehmlichkeiten eines Hundelebens kennen lernen. Jeden Tag entdeckt sie etwas Neues, Schönes auf dieser Welt. Jeden Tag findet Tempi eine neue Definition von „Glück“:
Sich die gemütlichste und weicheste Stelle auf dem Sofa aussuchen und sich tief in die Kissen einkuscheln können ist Glück!
Mit der Hundefreundin Klea auf dem Sessel und im Garten toben ist Glück.
Auf Entdeckungstour durch den Garten pirschen ist Glück.
Gute Freunde haben ist Glück.
Stofftiere zum Spielen haben ist Glück.
Immer wieder neue Sachen entdecken, die man fressen kann (aber leider nicht immer darf: (Gurken, Tomaten, Birnen, Pfirsiche, Kuchen, Chips, trockenes Brot) ist Glück.
Und Schmusen …. ist sowieso Glück.
Tempi wird noch weitere Definitionen für das Wörtchen „Glück“ finden. Wir hoffen, dass sie bald erleben darf, dass es das größte Glück auf der Welt ist, eine eigene Familie zu haben, zu der man gehört.
Neben all ihren Entdeckungen lernt Tempi auch eine ganze Menge.
Sie ist fast stubenrein. Sie schafft es schon die ganze Nacht durchzuschlafen und erst am Morgen Pipi machen zu müssen.
Sie benimmt sich in der Wohnung und knabbert nichts an. Sie ist nicht ängstlich.
Was ihr noch sehr schwer fällt, ist das Alleine bleiben, auch wenn ihre Freunde Klea und Wasko bei ihr sind.
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15.09.2011: Gemeinsam mit Katia und Tasha ist Tempi heute in Frankfurt gelandet. Während Katia und Tasha eine gemeinsame Familie gefunden haben, wartet Tempi nun bei ihrer Pflegefamilie (gemeinsam mit Klea) auf das Glück, eine Familie für immer zu finden.
Rückblick:
15.08.2011: Tempi - es waren wenige Meter, die über ihr Leben entschieden haben
Jenny und ihr Begleiter fuhren an diesem Samstag Abend 500 km von Thessaloniki nach Athen und hatten Tausende von Möglichkeiten, um kurz für einen Fahrerwechsel anzuhalten. Sie wählten einen Seitenstreifen, kurz vor einem Müllcontainer, der am Straßenrand stand. Diese Wahl rettete der kleinen Tempi und ihrer Mutter Larisha das Leben.
Als Jenny und ihr Freund ausstiegen, sahen sie eine Bewegung hinter dem Container und als sie genauer hinsahen, erkannten sie, dass es sich um eine Hündin und einen Welpen handelte: Tempi und Larisha.
Wie die beiden an diesen gefährlich Platz am Rand der Autobahn und fernab jeglicher Bebauung gelangten, wird man niemals aufklären können. Vielleicht waren sie in der Nähe aus dem Auto geworfen worden und die Mülltonne bot Schutz sowie die vage Hoffnung auf etwas Essbares. Vielleicht war ihre Familie auch so brutal und setzte sie gezielt neben dem Müllcontainer aus … Hunde sind für viele Griechen Müll …
Tempi kam sofort auf Jenny zu, aber Larisha wich zurück … Als Jennys Begleiter ein wenig Futter in die Hand nahm, kam auch Larisha zu den beiden, gab ihnen Küsschen auf die Hände und wedelte mit ihrer Rute. Das Angebot, ins Auto zu springen, nahm sie sofort an …
Es ist ein Wunder, dass die beiden dort überlebt haben. Sie müssen tagelang ohne Wasser und Futter ausgeharrt haben, Larisha hatte kaum noch Milch für ihr Kind und war abgemagert und dehydriert.
Bei Jenny zu Hause wurden die beiden die ersten Tage aufgepäppelt.
Sie konnten dort aber nicht bleiben, denn Jenny hat bereits vier eigene Hunde und die Nachbarn hätten sich beschwert, wenn sie herausgefunden hätten, dass zwei weitere Hunde eingezogen sind. Larisha und Tempi mussten also inzwischen in eine Pension umziehen, Kosten pro Monat für beide: 180 €.
Tempi liebt ihre Mama und wird von ihrer Mama geliebt.
Larisha ist stolz auf ihr kleines Hundemädchen und wenn die beiden nicht miteinander spielen oder schmusen, dann schaut Mama Larisha stets liebevoll auf ihr Hundekind. Was mag mit Tempis Geschwistern geschehen sein? Hundebabys kommen nicht als Einzelkinder auf die Welt.
Wir werden es niemals erfahren.
Aber wir hoffen, dass die kleine Tempi schnell eine Familie findet, bei der sie für immer bleiben darf. Vielleicht gemeinsam mit ihrer zauberhaften Mama Larisha, vielleicht auch alleine.
Jenny ist eine Privatperson und die Pensionskosten zahlt sie selbst … Jede Unterstützung in Form einer Patenschaft oder einer Spende hilft Jenny daher dabei, dem kleinen Hundekind und ihrer Mutter eine Zukunft zu ermöglichen.
Das schreibt Jenny über Tempi: Tempi liebt es zu spielen. Sie war einige Tage bei mir zu Hause untergebracht. Da es bei uns in Griechenland zur Zeit sehr heiß ist, zog Tempi es vor, einen Teil des Tages im Schatten zu verschlafen.
Dann, wenn der Nachmittag kam, wachte sie auf und war von einem Moment auf den anderen putzemunter.
Sie spielte mit jedem, mit allen Hunden und mit allen Katzen.
Ich sehe jetzt noch vor meinen Augen, wie die anderen Hunde sich alle möglichen Spiele für sie einfielen ließen, um das kleine Hundemädchen zu unterhalten.
Zu ihrer Mutter Larisha hat Tempi eine ganz besondere Beziehung, und auch Larisha liebt ihre Tochter hingebungsvoll.
Larisha ist sehr stolz auf ihr Töchterchen, wenn sie ihr zuschaut, dann ist in ihren Augen Zärtlichkeit und Zufriedenheit zu lesen.
Tempi wartet auf ein Zuhause oder einen Paten....



