In Deutschland auf Pflegestelle

Billy - ein neuer Name und ein neues Leben, doch noch immer in einem geliehenen Körbchen

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geb. Mitte 09/2010 – ca. 20 kg – weibl.

seit dem 16.12.2011 Pflegestelle in 31789 Hameln

24.04.2012: In Billys eigener Familie sollten definitiv keine jüngeren Kinder leben. An Billy interessierte Menschen müssen sich bewusst und bereit sein,  viel Zeit und Geduld zu investieren. Sollte es in der potentiellen Familie bereits einen Hund geben, muss auch dieser die Ruhe weg haben, da es sonst zu bösen Vorfällen kommen kann.

 

 

 

Ansprechpartnerin Nicole Poppendieker

 

05.02.2012: Billys Pflegefamilie schreibt: Anbei wieder ein paar Bilder von Billy-Bonny. Sie entwickelt sich zu einer großartigen Begleiterin (...) und ich könnte tagelang von ihr schwärmen!

Ihr Knurren hat sie mittlerweile ganz eingestellt, Baluh und sie teilen sich nun auch wieder das Sofa, wie zwei Freunde.

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"Hallo ihr da draußen! Ich bin nun seit gut 6 Wochen in meiner Pflegestelle und traue mich auch schon einiges!!! Natürlich war es für mich am Anfang alles neu und ich hatte Angst, dass man mir mein Fressen wegnimmt, wer würde da denn nicht mal ein wenig zickig werden? Aber ich bin ja nicht hinterm Mond aufgewachsen und sehe, dass man es hier mit mir gut mei
nt, klar, mit 1,5 Jahren bin ich im besten Teenager alter und dementsprechend habe ich natürlich auch mal Unsinn im Kopf, mein Herrchen auf Zeit muss sich bald neue Socken kaufen. Denn ich liiiiiiebe es auf ihnen herumzukauen!!!! Weiß gar nicht, warum er mir immer diese Kauknochen gibt, ok, sind nicht schlecht aber am liebsten habe ich alte Socken! Gleich danach kommt der Kong, ohhhh ja, lecker mit Leberwurst, hmmm!!!!

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Menschen, die auch einen Vierbeiner dabei haben sind nett, dass habe ich schon verstanden, die Anderen kann ich nicht so einschätzen, die verbelle ich lieber, sicher ist sicher!
Aber wenn ich an der Leine gehe, was eigentlich immer der Fall ist wenn uns andere Menschen begegnen, dann sage ich kein Wort, soll mein Herrchen dann mal regeln, der kann das ziemlich gut!
Gestern war mein erster Tag in der Hundeschule, oh man, soooo viele Hunde, ich wusste ja gar nicht mit wem ich zuerst spielen sollte...

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Dieses ganze Platz, Sitz, verstehe ich noch nicht ganz so, also Platz schon aber was in Herrgotts nahmen ist denn bitte Sitz?!"
Baluh, mein Adoptivbruder, ist auch sehr nett zu mir und er hatte ja auch echt Geduld, ok, wenn ich ihm zu sehr aufs Dach steige sagt er mir schon, dass ich eben ein wenig zu weit gegangen bin, ist dann aber auch ok und ich würde niiiiiiemals Widerworte geben, schließlich ist er der Ältere! :-)
Ich verstehe nicht, warum sich bis jetzt keiner für mich interessiert, alle denen wir begegnen sagen, dass ich sooooo toll bin, trotzdem will mich keiner... :-(
Ich lerne sehr gerne und schnell, alleine in den ersten 4 Wochen habe ich mich schon um 180 Grad gedreht, also, wenn dich meine Geschichte  berührt hat, denn melde dich doch bitte!
Ich gewöhne mich hier so sehr an alles, je länger ich warten muss, desto schwieriger wird es mir fallen, mich umzugewöhnen!!! :-("
 
So, das war Bonnys Eigendarstellung! Sie ist wirklich zauberhaft einfach bei konsequenter Erziehung, damit hätte ich selber nicht gerechnet!
Sie  passt sich der gegebenen Situation gut an, liebt lange Spaziergänge, kann aber auch damit leben, wenn er mal etwas kürzer ausfällt.
Sie ist auch als Zweithund sehr geeignet, jedoch sollte der 1. Hund sehr souverän sein, da sie gerade am Anfang ein wenig mürrisch sein kann!
Wenn sie aufgetaut ist, ist jeder Tag mit ihr eine Bereicherung!

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09.01.2012:  Billy (jetzt Bonny) ist ein wilder Feger, verspielt

 

 

Bericht von Billys Pflegestelle:

 

 

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Aufgrund bereits unzähliger Missverständnisse mit anderen Hundebesitzern bezüglich der Namensgebung habe ich mich dazu entschieden, aus Billy (O-Ton „ist das ein Rüde?“) Bonny zu machen. Sie hat den Namen gut angenommen. In der Wohnung sowie draußen lässt sie sich bereits das ein oder andere Mal abrufen.

 

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Nun zu ihrem Charakter. Sie ist draußen sehr verspielt und sehr gut mit Ihrer Art verträglich. Drinnen hat sie mit Katzen auch keine Probleme.

 

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Etwas problematisch gestaltet sich jedoch ihr Verhalten gegenüber Artgenossen im Haus bzw. in der Wohnung. So hat sie einen starken Beschützerinstinkt, was dazu führt, dass sie Kauknochen, Socken, T-Shirts usw., die sie sich einmal als die ihrigen angenommen hat, auch mit Knurren verteidigt. Auf das Sofa, wie auf einem Bild zu sehen ist, kann sie auch aktuell nicht mehr, da sie von dort aus kein anderes Tier mehr mit dazu lässt.

Auf der anderen Seite hat Bonny aber auch Verständnis dafür, wenn ein anderer Hund im Besitz eines Knochens ist. So ist es dann auch völlig ok für sie und er darf diesen auch behalten. Beim Fressen verhält es sich ähnlich.

Wenn ich nicht zu Hause bin muss ich die Hunde trennen, es ist zwar noch zu keiner Auseinandersetzung gekommen, da Baluh ihr viel zugesteht aber man muss es auch nicht provozieren.

Sie versteht die Hundesprache sehr gut, versucht auch, wenn es nicht um Futter geht, Konfrontationen zu vermeiden. Es liegt noch ein weiter Weg vor ihr aber ich denke, dass man Bonny mit viel Erziehung und einem konsequenten Verhalten, zu einer tollen Weggefährten machen kann.

Sie ist noch dem Alter entsprechend sehr ungestüm und verspielt. Bonny mag es im wahrsten Sinne des Worte über Tische und Bänke zu gehen! :-)

Man merkt ihr an, dass sie sich nach Zuwendung sehnt, sie weicht mir keinen Schritt von der Seite und hätte mich am liebsten ganz für sich. Ich denke, dass Bonny sich als Einzelhund am wohlsten fühlen würde, wobei ihr der Austausch zu Artgenossen draußen auch sehr wichtig ist.

Der Besuch einer Hundeschule scheint hier auch angebracht.

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Billys Schwester Anita hat eine Familie gefunden. Wir wollten Billy nicht alleine in Athen zurück lassen. Gemeinsam mit ihrer Schwester trat Billy daher die Reise nach Deutschland an. Von ihrer Pflegefamilie aus sucht sie nun nach einer Familie für immer.

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25.09.2011: Billy - vom Elend eines Hundekinderlebens in Griechenland

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Sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass sich ihr Schicksal endlich zum Guten wenden wird ...

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Billy und Anita warten noch immer geduldig darauf, dass es jemanden gibt, der sich für sie interessiert. Billy ist ebenso wie ihre Schwester Anita. In ihrem Blick liegt noch immer die Zuversicht, dass irgendwann einmal der Tag kommen wird, an dem sie ihre Notunterkunft verlassen darf und endlich eine eigene Familie und ein eigenes Körbchen bekommt.

 

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Billy ist sehr verspielt und menschenbezogen.

Gemeinsam mit Anita lebt sie nach wie vor auf dem Grundstück des Ferienhauses.

Katerina, die Eigentümerin des Ferienhauses, fand im August auf dem Grundstück Futter, das anscheinend über den Zaun geworfen worden war: Es war mit einer grünen Staubschicht bedeckt.  Katerina bekam Angst um ihre Schützlinge, denn es ist davon auszugehen, dass es sich um Gift handelte. Zum Glück wurde das Futter in den vorderen Teil des Grundstücks geworfen; die Hunde sind im abgegrenzten hinteren Teil untergebracht.

 

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Die beiden Schwestern und die beiden anderen Hunde, die dort leben, hatten noch einmal Glück. Aber sie befinden sich nach wie vor ständig in Gefahr, vergiftet zu werden.

 

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20.04.2011: Es ist ein trostloses Leben, das die kleine Billy führt. Und jeder Tag kann ihr letzter sein, denn vor kurzem wurden viele herrenlose Katzen und Hunde in der Nachbarschaft vergiftet.

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Die kleine Billy wurde gemeinsam mit ihren Brüdern und Schwestern in einem Karton vor einem Ferienhaus auf dem Land abgestellt, direkt neben der Mülltonne. Als die Ferienhausbesitzerin Katerina den Karton fand und öffnete, sah sie neun winzigkleine, drei bis vier Wochen alte Hundebabies. Das war Anfang Oktober 2010.

Katerina brachte die Welpen in ihrem Hof unter, und dort wuchsen die Welpen auf. Die meiste Zeit waren die Welpen ganz alleine, da Katerina in Athen lebt und arbeitet. Einige der neun Geschwister hatten das große Glück, schnell Familien in Griechenland zu finden.

Die Welpen, die auf dem Grundstück blieben, nutzten eines Tages ein Loch im Zaun und entwischten vom Grundstück. Es war ein Ausflug mit tödlichen Folgen, denn an diesem Tag wurden in der Gegend unzählige Giftköder ausgelegt. Viele heimatlose Katzen und einige Hunde starben an diesem Tag qualvoll und auch einer der Welpen fraß von dem Gift …

 

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Das Loch im Zaun ist inzwischen geflickt. Billy und ihre Schwester Anita sind so untergebracht, dass sie nicht sofort gesehen werden können. Doch wenn jemand weiß, dass dort Hunde leben, dann wird er keine Schwierigkeiten haben, die beiden Hundekinder zu töten: Es genügt, Giftköder über den Zaun zu werfen.

 

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Es gibt leider keinen anderen Platz, an dem die Hunde untergebracht werden können. Zwei weitere Geschwister hat Katerina bereits mit in ihre Athener Wohnung genommen, doch Billy und ihre Schwester Anita sind noch immer auf dem Grundstück. Sie sind damit ständiger Lebensgefahr ausgesetzt.

Billy ist ein süßes, verspieltes Hundemädchen. Sie freut sich unbändig, wenn sie menschliche Gesellschaft hat und genießt jede Sekunde Aufmerksamkeit.

 

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Billy hat noch nicht viel vom Leben kennen lernen dürfen. Der eingezäunte Hof ist alles, was ihr bekannt und vertraut ist. Billy soll hier nicht sterben müssen, sie hat das Recht zu leben und sie hat v.a. das Recht darauf, ein Leben führen zu dürfen, das ihr mehr bietet als der Hof dieses Grundstücks.

Mit Katzen versteht sich Billy gut und auch mit ihren Artgenossen verträgt sie sich.

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